Freitag, 25. September 2009

Ngongotaha

Wie schon angekündigt habe ich seit nun schon über 3 Wochen einen Job in dem schier unaussprechlichen Ort “Ngongotaha” nähe Rotorua. – Das Unternehmen heißt “The Handyman Can” und ist mehr oder weniger ein zwei- bis vier-Mann Betrieb. Das Tätigkeitsfeld ist jedoch ziemlich groß – Häuser renovieren, Zäune bauen, Bäume fällen/verschneiden, Rasen mähen, malern, Klempner- und Elektroarbeiten.

Aktuelles Hauptprojekt ist eine 60 Jahre alte Farm, welche 20 km fern ab von der nächst größeren Hauptstraße umgeben von tausenden Kühen und Schafen liegt. – Bei feinem Wetter echt eine Traumkulisse zum arbeiten…

Heute war jedoch Gartenarbeit angesagt, dass heißt fast den ganzen Tag im Regen Bäume zu fällen und auf Kamingröße zuzuschneiden… Kein angenehmer Job, aber mit wasserfesten Schuhen, ner guten “Made in Germany” Stihl Kettensäge und heißer Dusche im Anschluss durchaus erträglich. 

Freundlicherweise wohne ich bei meinem Chef Shane und seiner Partnerin Katrina. Ich habe einen eigenen Raum mit riesigem Bett und anschließendem Bad – nach den letzten Wochen wieder ein willkommener Luxus. Es gibt Internet, heiße Dusche, Pay-TV, Waschmaschine, gefüllten Kühlschrank und jeden Abend ein suuuper Dinner. – Eigentlich alles was man so braucht…^^

Für Gesprächsstoff ist natürlich auch immer gesorgt - Shane reiste mit einem selbst ausgebauten Bus 18 Jahre lang durch Australien und Katrina bereiste schon fast die ganze Welt…

Zusammenfassend kann ich sagen mich hier echt wohl zu fühlen. Trotzdem aber in den nächsten Wochen, wenn ich genug Geld zusammen hab, weiterreisen werde um mir die Südinsel Neuseelands anzuschauen.

Sonntag, 13. September 2009

Hamurana Springs

Fünf Minuten von Ngongotaha entfernt findet man die größte natürliche Wasserquelle der Nordinsel – “Hamurana Springs”

Der 25 min Walkway führt durch riesige Redwoods entlang des Quellflusses. Das Wasser ist unglaublich klar und schimmert im Licht wie ein Diamant.

Ein recht unbekannter, doch deshalb nicht weniger schöner Ort.

Montag, 7. September 2009

Autokauf in Neuseeland

So, wie nun bereits mitgeteilt hab ich mir einen eigenen Van gekauft. – Ein Toyota LiteACE (Baujahr ’89, 155t km, Diesel, Automatik, 8l/100km) inkl. Bett, Kocher, Geschirr, Kühlbox, Heizer, etc…

Jetzt denkt man vielleicht – oh Gott der ganze Papierkram, Amt suchen, Nummer ziehen etc.… Falsch gedacht. Zentrales Amt hier ist die Post. Bei ihr wird alles abgewickelt. Somit ist es eine Sache von wenigen Minuten ein Auto umzumelden.

Spritkosten:

unleaded91: 1,67$/l (~0,75€/l) diesel: 1,05$/l (~0,45€/l)

Hinzu kommt bei Dieselfahrzeugen die Extrasteuer. Diese beträgt z.Z. für 1000 km etwa 40$ (~18€). Unterm Strich kommt man also trotz Steuer etwas günstiger……

Im ganzen kann ich sagen dass sich der Autokauf bisher auf jeden Fall gelohnt hat. Nun hoffe ich nur, dass er die Zeit mit mir gut durchhält und ich ihn im Dezember wieder losbekomme.

W.O.F.

Auch hier in Neuseeland gibt es eine Art TÜV. Dieser heißt hier allerdings W.O.F. (Warrant of Fitness) und ist bei weitem nicht so intensiv und genau. Er wird halbjährig verlangt und kann bei fast jeder Autowerkstatt durchgeführt werden, wobei man dabei vorsichtig sein sollte – wenn man den check bei einer direkten Werkstatt durchführen lässt findet sich auf jeden Fall etwas dass nicht passt. Besser ist es also ihn bei einer reinen Abnahmestelle ohne Werkstatt machen zu lassen. Da mein WOF nun bald abgelaufen wäre und ich noch ein paar Tage Zeit hatte bis meine neue Arbeit beginnt, dachte ich mir ich lass den gleich mal machen. Also bin ich zum AA (dem Neuseeländischen ADAC) gefahren um ihn dort für nur 29$ machen zu lassen. Gerade einmal 10 min hat es gedauert bis er durchgecheckt war. Im Anschluss bekam ich eine Liste mit Mängeln welche ich innerhalb von 20 Tagen zu beheben hatte um dann erneut vorzufahren. Die Mängel waren: Bremsscheiben Vorne, Rechte Rücklichtkappe kaputt und eine Birne vom Standlicht. - Also zum nächsten Schrottplatz gefahren und die nötigen Teile besorgt. Am nächsten Tag dann zum recheck gefahren und sofort einen neuen Aufkleber für die nächsten 6 Monate bekommen.

-Bearbeitet

Mittwoch, 2. September 2009

Taupo

Anschließend trieb es uns nach Taupo, einer Stadt welche vor allem durch ihre vielen verrückten Sportarten bekannt ist. Der erste Eindruck war um einiges besser als jener von Rotorua und der Plan war hier vorerst einige Zeit zu bleiben.

Doch planen darf man hier wirklich nicht. Kaum angekommen und eine Nacht am schönen Lake Taupo verbracht erhielt ich einen Anruf dass ich in Rotorua arbeiten könne. Dazu muss ich noch sagen, dass ich mir im voraus vor etwa 3 Tagen einen Abend zeit genommen habe um im Internet E-Mail Adressen von hiesigen Bauunternehmen, Tischlern, Malern etc. rauszusuchen um diese einfach mal anzuschreiben. Nach einigen Absagen erhielt ich dann nun den besagten Anruf und ich solle am nächsten Tag 7pm einfach mal vorbeikommen. Also hab ich mich am folgenden Tag von FloH und Johann verabschiedet und bin 80km zurück nach Ngongotaha (nähe Rotorua) gefahren.